Wärmepumpen 2026: Angebote, Kosten & Förderung

Wärmepumpen sind die wichtigste Heiztechnologie in Zeiten steigender Energiekosten und dem Klimawandel. In vielen Neubauten ist die Technik bereits Standard und die am häufigsten verbaute Heizung. Auch in Bestandsgebäuden ist die Wärmepumpe günstiger als Gas- und Ölheizungen und erfüllen das GModG, das 2045 einen klimaneutralen Gebäudebestand fordert. Vergleichen Sie die besten Wärmepumpen-Anbieter deutschlandweit & finden Sie das günstigste Angebot in Ihrer Region!

Warum ist die Wärmepumpe sinnvoll?

Die Wärmepumpe gehört zu den besonders umweltschonenden Methoden der Heizung und Warmwasserbereitung. Sie reduziert klimaschädliche CO2-Emissionen und den Energieverbrauch.

Darüber hinaus benötigt sie kaum Wartung und erzeugt bei richtiger Planung und optimalem Betrieb bis zum Vierfachen der eingesetzten elektrischen Antriebsleistung an Wärmeenergie.

Jedes Jahr steigt der CO2-Preis auf Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas. Statt 45 Euro werden ab Januar 2025 jetzt 55 Euro pro Tonne CO2 fällig. Eine Wärmepumpe ist hiervon ausgenommen, sodass sich ihr Preisvorteil gegenüber einer Gasheizung jährlich vergrößert.

Ob eine Wärmepumpe im eigenen Haus sinnvoll ist, hängt aber von verschiedenen Faktoren ab. Hier sind einige Aspekte, die man berücksichtigen sollte:

Tabelle: Wann ist eine Wärmepumpe sinnvoll?
Aspekt Pro Contra
Energieeffizienz Sehr energieeffizient, nutzt Umweltwärme
Geringer Strombedarf relativ zur Heizleistung
Effizienz sinkt bei sehr kalten Temperaturen
Heizsystem und Dämmung Optimal für gut gedämmte Gebäude
Ideal für Fußbodenheizung oder Niedertemperatur-Heizsysteme
Weniger effizient bei schlecht gedämmten Gebäuden oder Heizkörpern mit hoher Vorlauftemperatur
Kosten Geringe Betriebskosten bei guter Effizienz
Förderprogramme können Anschaffungskosten senken
Hohe Anschaffungs- und Installationskosten
Stromkosten abhängig vom Tarif
Umweltfreundlichkeit Nutzt erneuerbare Energiequellen
Gute CO₂-Bilanz mit Ökostrom
Weniger umweltfreundlich bei Nutzung von Strom aus fossilen Quellen
Art der Wärmepumpe Luft-Wasser: Kostengünstig, einfache Installation
Erdwärme: Sehr effizient
Wasser-Wasser: Höchste Effizienz bei geeigneter Wasserquelle
Luft-Wasser: Weniger effizient bei kalten Temperaturen
Erdwärme: Hohe Installationskosten
Langfristige Perspektive Zukunftssicher durch steigende Fossilpreise
Kann Immobilienwert steigern
Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen
Hohe Anfangsinvestition erforderlich

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Wärmepumpen funktionieren wie Kühlschränke, nur im umgekehrten Prinzip:

  • Der Kältemittelkreislauf des Kühlschranks entzieht innen die Wärme und gibt sie an die Umgebung ab
  • Kältemittelkreislauf einer Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme und gibt sie ans Innere des Gebäudes ab.

Die Temperatur wird innerhalb des Gerätes auf ein höheres Temperaturniveau gebracht. Anschließend kann sie zum Heizen oder zum Erwärmen von Trinkwasser genutzt werden. Eine effiziente Wärmepumpe kann so aus bis zu 75 % kostenloser Umweltenergie 100 % Heizleistung erzeugen.

Wärmepumpe Energiequellen: Wasser, Luft und Erde

Die Hauptenergiequelle der Wärmepumpe ist die Umgebungswärme. Darunter versteht man die in der Luft, im Boden oder im Grundwasser gespeicherte Sonnenenergie.

Ein Kältemittel kommt zum Einsatz, denn die Umgebungswärme liegt nicht in der benötigten Temperatur vor. Sie wird zunächst in der Energiequelle "gesammelt" und dann von relativ niedrigen Temperatur erforderliche Niveau für Heizung und Warmwasser gebracht. Das Kältemittel hat einen niedrigen Siedepunkt und verdampft schon mit der vergleichsweise kalten Wärmequelle – sogar bei Minusgraden.

Durch Antriebsenergie in Form von Strom oder Gas wird das dampfförmige Kältemittel verdichtet, dadurch steigt die Temperatur auf das benötigte Niveau. In einem Kondensator wird das Kältemittel anschließend wieder verflüssigt, wobei es sowohl die zugeführte Antriebsenergie als auch die aufgenommene Umweltwärme auf einem höheren Temperaturniveau an das Heizmedium abgibt.

Kennzahlen: COP und JAZ

Wie effizient eine Wärmepumpe als Heizquelle ist, zeigt das Verhältnis der erzeugten zur eingesetzten Energie. Um verschiedene Bauarten und Modelle von Wärmepumpen vergleichen zu können, wird unter Normbedingungen im Labor der COP-Wert (Coefficient of Performance oder Leistungszahl) ermittelt.

COP Wert:

  • Dieser Wert gibt an, wie hoch der Energiegewinn im Vergleich zum Energieeinsatz ist.
  • Nach Angaben des Bundesverbandes Wärmepumpe (BWP) e.V. erreichen moderne Wärmepumpen dabei unter den genormten Prüfbedingungen COP-Werte von 4 bis 5.
  • Einfacher ausgedrückt: Das 4- bis 5-Fache der eingesetzten Energie wird wieder als Wärme erzeugt.

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt die Effizienz einer Wärmepumpe im realen Betrieb über ein Jahr hinweg und berücksichtigt dabei saisonale Schwankungen und reale Bedingungen, was sie zu einem praxisnäheren Maßstab für die tatsächliche Leistungsfähigkeit macht.

Mit Wärmepumpe kühlen

Darüber hinaus können Wärmepumpen zum Kühlen eingesetzt werden.

Das Prinzip ist einfach:

  • Im Sommer ist die Temperatur im Erdreich geringer ist als die Raumtemperatur
  • Erdwärmepumpen und Grundwasser-Wärmepumpen können die Kühle des Erdreiches direkt nutzen.

Für dieses passive Kühlen mit Wärmepumpe ist nur ein geringer Energieaufwand für den Betrieb der Pumpe nötig. Da alle anderen Anlagenteile ausgeschaltet bleiben, ist diese Art der Kühlung sehr sparsam. Bei einem höheren Kühlbedarf kann zudem der Wärmepumpen-Kreislauf umgekehrt und zur aktiven Kühlung eingesetzt werden.

Danke für die Empfehlung hier! Ich habe die Wärmepumpe seit 2022 und bin zufrieden damit. Am Anfang hatte sie noch Kinderkrankheiten, die aber vom Kundendienst ohne Berechnung behoben wurden.
von Norbert N. aus Solingen

Wärmepumpe: Kosten 2026 im Überblick

Die Preise für Wärmepumpen liegen zwischen 11.000 und 38.000 Euro. Je nach System, Modell und Hersteller fällt der Aufwand für den Kauf aus. Luft-Luft-Wärmepumpen haben günstigere Installationspreise, sind aber weniger ertragreich als Erdwärmepumpen.

Preise für Wärmepumpen im Überblick

Tabelle: Schätzung der Gesamtkosten für eine 12 kW Wärmepumpe bei Sanierungen inkl. Förderung 2026
Wärmepumpen-Typ (12 kW, Sanierung) Anschaffungskosten (Wärmepumpe, Speicher + Zubehör) Installationskosten (Hydraulik/ Elektro/ Montage mit Ausbau Altanlage) Kosten Erdwärme / Brunnen Gesamtkosten nach BEG-Zuschuss (Beispiel)
Luft–Wasser-Wärmepumpe 10.000 € - 12.000 € 21.000 € - 25.000 € 0 € 20.500 € - 26.500 €
Erdwärmepumpe (Sole–Wasser) mit Flächenkollektor 8.000 € - 12.000 € 17.500 € - 22.000 € 8.000 € - 12.000 € 23.000 € - 35.500 €
Erdwärmepumpe (Sole–Wasser) mit Erdsonden (Tiefenbohrung) 8.000 € - 12.000 € 17.500 € - 22.000 € 16.000 € - 20.000 € 31.000 € - 43.500 €
Wasser–Wasser-Wärmepumpe (Grundwasser, Förder-/Schluckbrunnen) 8.000 € - 12.000 € 21.000 € - 25.000 € 8.000 € - 12.000 € 26.500 € - 38.500 €

Aktuelle Förderungen für Wärmepumpen 2026

Für Wärmepumpen ist das Programm der BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM) relevant. Es stellt Fördermittel bereit, wenn eine alte Heizung durch eine Wärmepumpe ersetzt wird.

Seit dem 21.07.2026 gelten neue Förderbedingungen in der BEG EM - der Zuschuss-Förderung über die KfW. Für den Austausch einer alten Gas- oder Ölheizung gelten nun folgenden Förderkriterien und Zuschusssätze.

Tabelle: Aktuelle staatliche Wärmepumpen-Förderung in Deutschland (Stand 2026) – inklusive aller wichtigen Boni, Bedingungen und Maximalbeträge
Förderbestandteil Voraussetzungen Fördersatz Hinweise
Basisförderung Für alle Projekte 30% Ab 2027 sinkt die Basisförderung auf 15 %. Weitere 15 % gibt es für Wärmepumpen mit „Made with EU“-Komponenten.
Klimageschwindigkeits-Bonus Nur für selbstnutzende Wohneigentümer beim Austausch von Öl-, Kohle-, Nachtspeicher- oder mindestens 20 Jahre alten Gasheizungen 16% Der Bonus sinkt alle 6 Monate um 4 Prozentpunkte.
Einkommensbonus Zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen unter 30.000 € 40% Nur für selbstnutzende Wohneigentümer.
Zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen 30.000–40.000 € 30%
Zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen 40.000–50.000 € 10%
Familienzuschlag Mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt Die maßgebliche Einkommensgrenze reduziert sich einmalig um 10.000 €.

Die Förderung wird für Wohngebäude auf maximal 28.000 € Investitionskosten für die erste Wohneinheit gewährt. Die maximale förderfähige Investitionssumme sinkt ab 2027 alle sechs Monate um 750 €.

Wichtig:

  • Wer eine erneuerbare Heizung (z. B. eine Wärmepumpe oder einen Pelletkessel) durch eine Wärmepumpe ersetzt, erhält ab 2027 nur noch die Hälfte der regulären Förderung.
  • Wurde die bestehende erneuerbare Heizung nach dem 1. Januar 2008 installiert, wird keine Förderung mehr für den Austausch gegen eine Wärmepumpe gewährt.

Hier finden Sie alle Details zur neuen Förderung!

Split- oder Monoblock-Wärmepumpe - Was ist besser?

Beide Systeme bieten spezifische Vorteile, die je nach den Anforderungen des Installationsortes und den Vorlieben des Nutzers von Vorteil sein können. Gerne wird die Aufteilung beispielsweise bei Luft-Wasser-Wärmepumpen eingesetzt.

Split-Wärmepumpe

Split-Wärmepumpen bestehen aus zwei separaten Einheiten: einer Außeneinheit und einer Inneneinheit.

Die Außeneinheit entzieht der Umgebungsluft Wärme und überträgt diese über ein Kältemittel an die Inneneinheit, die die Wärme dann an das Heizsystem des Hauses abgibt.

Diese Bauweise ermöglicht eine flexible Installation und geringe Geräuschemissionen, da der Kompressor außerhalb des Gebäudes platziert ist. Split-Wärmepumpen sind besonders geeignet für Installationen, bei denen der Platz für eine Außeneinheit begrenzt ist.

Monoblock-Wärmepumpe

Monoblock-Wärmepumpen sind kompakte Geräte, bei denen alle Komponenten in einer einzigen Einheit untergebracht sind. Diese Einheit wird entweder im Freien oder innerhalb des Gebäudes installiert. Sie erfordert nur einfache wasserführende Leitungen zwischen der Wärmepumpe und dem Heizsystem.

Monoblock-Wärmepumpen sind einfacher zu installieren, da keine Kältemittelleitungen zwischen Innen- und Außeneinheit benötigt werden, was auch die Anforderungen an die Fachkenntnisse des Installateurs reduziert. Diese Variante eignet sich besonders für kleinere Projekte und bietet eine hohe Effizienz bei geringerem Installationsaufwand.

Wärmepumpen Fachbetrieb in der Nähe

Die Installation und Wartung von Wärmepumpen erfordert die Expertise verschiedener Fachbetriebe. Sehr wenig kann hier in Eigenregie gemacht werden. Daher sollten Sie frühzeitig Angebote prüfen.

In den folgenden Bereichen werden sie Rat oder Unterstützung benötigen, wenn sie eine Wärmepumpe kaufen und installieren möchten:

  • Energieberater bewerten die Effizienz und Eignung der Wärmepumpe für Ihr Gebäude.
  • Heizungsbaufirmen sind essenziell für die Integration der Wärmepumpe in das bestehende Heizsystem.
  • Wärmepumpen-Installationsbetriebe sind spezialisiert auf die Montage und Inbetriebnahme der Geräte.
  • Für Erdwärme- und Wasserwärmepumpen können zusätzlich Firmen für Brunnenbau oder (Ab-)Wassertechnik notwendig sein, um die entsprechenden Bohrungen und Erdarbeiten durchzuführen.
  • Elektriker sind erforderlich, um die elektrische Anbindung sicherzustellen und das System korrekt zu vernetzen.

Des Weiteren ist in der Vorbereitung und in der Wartung Expertise gefragt:

  • Ein Energieberater oder Fachleute für den hydraulischen Abgleich stellt sicher, dass die Wärmeverteilung im Heizsystem optimal ist. Dies steigert die Effizienz der Wärmepumpe erheblich.
  • Fachbetriebe für Dämmung und Isolierung können die Effizienz der Wärmepumpe verbessern, indem sie das Gebäude optimal dämmen, um Wärmeverluste zu minimieren.
  • Regelmäßige Wartung und Kontrolle durch zertifiziertes Fachpersonal sind entscheidend für die langfristige Effizienz und Zuverlässigkeit der Wärmepumpe. Dies beinhaltet das Überprüfen der Kältemittel, der Elektronik und der mechanischen Komponenten.

Letzte Aktualisierung: 12.07.2026