Wo soll die Wärmepumpe installiert werden?
Moderne Wärmepumpen arbeiten besonders effizient: Sie können aus einer Einheit Strom rund vier Einheiten Wärme gewinnen und sind damit viel leistungsstärker als eine Gasheizung. Das wissen allerdings nur 19 Prozent der Befragten. Immerhin 36 Prozent halten die Wärmepumpe zumindest für eher effizienter als eine Gasheizung. (Grafik: Thermondo)
Die Wärmewende bleibt ein zentrales Thema der neuen Bundesregierung. Auch wenn unklar ist, wie ein neues Gebäudeenergiegesetz (GEG) aussehen wird, ist eines sicher: Wärmepumpen haben sich in Deutschlands Eigenheimen längst etabliert – und die Erfahrungen damit sind überwiegend positiv.
Eine aktuelle Umfrage des Wärmepumpen-Installateurs thermondo, durchgeführt mit dem Meinungsforschungsinstitut Appinio, zeigt: Wärmepumpen überzeugen – nicht nur technisch, sondern auch im Alltag. 71 % der befragten Hausbesitzer vertrauen der Technologie, 22 % sogar voll und ganz. Nur 9 % stehen Wärmepumpen völlig skeptisch gegenüber.
Dabei bewerten viele ihre persönlichen Erfahrungen als durchweg positiv: Sinkende Heizkosten, mehr Unabhängigkeit von fossilen Energien und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz – das sind die meistgenannten Vorteile. Das zeigt sich auch in den Entscheidungen beim Heizungstausch: Mit 42 % steht die Wärmepumpe inzwischen an erster Stelle – deutlich vor fossilen Heizungen.
Auch andere Studien unterstreichen diesen Trend:
Familie Müller aus der Nähe von Koblenz hat ihre alte Ölheizung im Frühjahr 2024 durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt. Trotz anfänglicher Zweifel und höherer Anschaffungskosten fiel die Entscheidung dank Förderzuschuss von 40 % und Beratung durch ihren Installateur. Heute spart die Familie rund 500 Euro pro Jahr an Heizkosten – und ist zufrieden mit Wärmeleistung und Bedienkomfort. „Wir würden uns wieder so entscheiden“, sagt Herr Müller.
88 % der Befragten kennen inzwischen die staatliche Förderung für den Einbau einer Wärmepumpe. Fast jeder Dritte hat sich bereits intensiver damit beschäftigt. Besonders wichtig: 70 % sagen, dass die Förderung ihre Entscheidung maßgeblich beeinflusst hat. Die aktuelle Förderung – mit bis zu 70 % Zuschuss – wird von 45 % als angemessen bewertet.
Trotz positiver Erfahrungen bleibt Unsicherheit bei vielen Hausbesitzern – vor allem wegen hoher Anfangskosten und unklarer Strompreise. Hier ist die Politik gefragt: Um das Vertrauen weiter zu stärken, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen und gezielte Entlastungen, etwa bei Stromsteuer oder Netzentgelten.
Die Wärmepumpe ist kein Nischenprodukt mehr – sie hat sich als klimafreundliche, wirtschaftlich sinnvolle Heizlösung etabliert. Gute Erfahrungen in der Praxis und positive Studienergebnisse sprechen für die Technologie. Wenn die Politik jetzt für Stabilität sorgt, kann die Wärmewende gelingen – mit der Wärmepumpe als tragender Säule.
Letzte Aktualisierung: 14.04.2026